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Die Gemeinde

Wir über uns
 

Kirche Hülsenbusch außen

Wir sind eine evangelische Kirchengemeinde im Oberbergischen, ca. 50km östlich von Köln gelegen. Zu unserer Gemeinde gehören als Hauptorte Hülsenbusch und Berghausen und viele kleine Weiler oder Höfe. Sie merken: wir sind auf dem Land. Im Bild können Sie einen Eindruck von der landschaftlichen Schönheit gewinnen; Hülsenbusch liegt verborgen hinter dem Hügel. Zu sehen ist nur die Turmhaube der Kirche.

 

Die Kreisstadt Gummersbach ist nur ca. fünf Autominuten von Hülsenbusch entfernt, Marienheide ca. zehn Minuten. Wir gehören zur Evangelischen Kirche im Rheinland und sind eine von 27 Gemeinden im Evangelischen Kirchenkreis An der Agger.

 

Wir würden uns freuen, Sie einmal persönlich bei uns begrüßen zu können. Auf diesen Seiten können Sie Einblick gewinnen, was Sie bei uns erwartet, zum Beispiel an Gruppenangeboten oder Gottesdiensten. Für neu Zugezogene gibt es weitere Informationen, für Interessierte natürlich eine Wegbeschreibung und Ansprechpartner.

 

Also: bis demnächst!

 

 

Geschichte

 

Schon Ende des 12. Jahrhunderts entstand in Hülsenbusch eine Kapelle. Adam von Schwarzenberg, Herr der Grafschaft Mark, befahl während des Dreißigjährigen Kriegs 1623 seinen Beamten in Gimborn, die Kapelle in Hülsenbusch abreißen und neu bauen zu lassen. 1631 teilte er sie Gimborn zu – mit Gummersbach sollte Hülsenbusch nichts mehr zu tun haben. Sinn dieser Maßnahme war, dass Adam von Schwarzenberg in diesem fast vollständig protestantischen Gebiet den Katholizismus wiederherstellen wollte. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von den Dominikanern aus Marienheide. Als Gebietsherr hatte er durchaus das Recht, die Konfession zu bestimmen.

 

Adam unternahm weitere Maßnahmen, um den Katholizismus zu fördern, z.B. ließ er das Schwarzenberger Hospital bauen, dessen dreiflügliger Ersatzbau gegenüber dem Otto-Gebühr-Platz zu sehen ist. Die Folge seiner Maßnahmen waren über dreißig Jahre des Streits mit der Bevölkerung, die nicht katholisch werden wollte.

 

Seinem Nachfolger Adolf von Schwartzenberg war nicht mehr Erfolg beschieden; im Landvergleich 1658 wurde Hülsenbusch wieder Gummersbach zugeteilt, jedoch wurde bis ins 19. Jahrhundert die Einschränkung praktiziert, dass die Katholiken an vier hohen Feiertagen im Jahr von 7-9 Uhr Messe feiern durften (Simultaneum).

 

Am 22. Juli 1765 wütete ein verheerender Ortsbrand, dem zahlreiche Häuser und die Kapelle zum Opfer fielen. Der Bau- und Schreinermeister Johann Christian Kleinjung wurde 1767 für 3.300 Reichstaler mit dem Wiederaufbau beauftragt. Nach fünf Jahren war die heutige Saalkirche fertig. Altartisch, Kanzel und Orgel sind im Rokokostil gefertigt. Die flache Turmhaube, die vier Lukarnenfenster enthält, ist im Oberbergischen selten.

 

1796-98 wurde der Turm erneuert, 1964-65 die Innenausstattung der Kirche. Seit 1818 gehört die Kirche zur Evangelischen Kirchengemeinde Hülsenbusch.

Marc Platten

 

Quelle: Saeger, Klaus u.a.: Erbaut zur Ehre Gottes, Eine Reise zu den Kirchen des Oberbergischen Landes, Oberbergischer Kreis (Hg.), Gummersbach 1994, 82-85.