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Abendmahl

Theologische Informationen

 

Kelch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Heilige Abendmahl ist wie die Taufe ein Sakrament. Ein Sakrament ist eine von Jesus selbst eingesetzte Handlung, die aus Wort und Zeichen besteht. Das Zeichen des Abendmahls sind Brot und Wein. Das Wort, das zum Abendmahl gehört, überliefert der Evangelist Matthäus:

 

„Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.“ (Matthäusevangelium, Kapitel 26, Verse 26-28.)

 

Wir verstehen das Abendmahl deshalb unter dem Gedanken der Erinnerung an Jesus: er hat sein Leben zu unserer Rettung geopfert. Auch verstehen wir es unter dem Gedanken, dass Gott uns unsere Schuld nicht anrechnet, weil Jesus sie auf sich nimmt.

 

Martin Luther erklärte, dass Jesus im Abendmahl in, mit und unter Brot und Wein anwesend ist. Am Ende des Abendmahles, bei dem wir im Kreis stehen, reichen wir uns die Hände. Das soll ein Zeichen sein, dass auch wir miteiander Gemeinschaft haben, eine Gemeinde sind, so wie Jesus Christus mit uns Gemeinschaft durch das Abendmahl hat.

 

 

Wer teilnehmen darf

 

Am Abendmahl darf jeder getaufte Mensch teilnehmen, der sich zu Jesus Christus bekennt – unabhängig seiner Konfession.

 

Kinder sollten alt genug sein, um die Bedeutung des Abendmahls zu verstehen. Deshalb laden wir auch unsere angehenden Konfirmandinnen und Konfirmanden ein, am Abendmahl teilzunehmen, nachdem wir das Thema im Unterricht ausführlich behandelt haben.

 

 

Wann es gefeiert wird

 

Abendmahlkelch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gewöhnlich feiern wir das Heilige Abendmahl am ersten Sonntag jeden Monats und an hohen Feiertagen.

 

Dabei kommen wir in Gruppen zu ca. 12-15 Personen nach vorne und stellen uns in einem Halbkreis vor dem Altar auf.
Ein Presbyter und der Pfarrer reichen gewöhnlich Brot und Wein.
Zum Abschluss einer Runde reichen wir uns die Hände und gehen dann zu unseren Plätzen zurück.

 

Die Kelche (im Bild das Hülsenbuscher Abendmahlsgeschirr) haben einen Edelmetall-Einsatz. Bakterien und Viren können sich an Edelmetallen kaum absetzen. Auch in Zeiten, als in Europa die Pest grassierte, wurde das Abendmahl gefeiert, ohne dass sich dadurch jemand infiziert hätte. Der Kelch wird nur bis zu sechs Personen gereicht und dabei vor jeder Person gedreht, so dass man eine “saubere Stelle” am Kelch bekommt. Danach wird ein neuer Kelch genommen. Der verwendete Kelchrand wir mit Alkohol gereinigt und nachgefüllt, falls weitere Abendmahlsrunden zustande kommen sollten.